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Liebe Queer und Trans Freund_innen im Aslyverfahren, liebe LSBT*QI* Refugees und Migrant_innen,

der Migrationsrat Berlin Brandenburg und Gladt e.V. laden ein zum ersten bundesweiten Vernetzungstreffen und Tagung „Queer Refugees more than just welcome?!“ am 22.09. in Berlin., mit der freundlichen Unterstützung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ).

Zu dem ersten bundesweiten Vernetzungstreffen sind Refugees, Migrant_innen, bundesweit arbeitende LSBTIQ Organisationen, und migrantische Selbstorganisationen, sowie andere Akteur_innen herzlich dazu eingeladen, zusammenkommen und sich auszutauschen.

Das Defizit an Expert*innen zu Flucht und sexueller Identität führt dazu, dass viele Beratungs- und Begleitungsangebote nicht ausreichend offen, vor allem gegenüber Trans* und Inter* Geflüchteten, sind. Obwohl die neuen EU-Richtlinien des „Gemeinsamen Europäischen Asylsystems“ oder wie etwa in Berlin das „Versorgungs- und Integrationskonzept für Asylbegehrende und Flüchtlinge“ bereits in Kraft sind und auch die Aufnahme von besonders schutzbedürftigen Geflüchteten thematisieren, kann nicht festgestellt werden, dass sowohl auf staatlicher als auch auf zivilgesellschaftlicher Ebene die gerade so dringlichen Überlegungen und Beratung zu Gewaltschutz  – vor allem in Unterkünften – sowie zu den gesundheitlichen, sozialen und psychischen Belangen von LSBT*I*Q Geflüchteten vorhanden sind.

Durch verschiedene Workshops, die sich an der praktischen Arbeit von und für LSBT*I*Q Geflüchtete orientieren und eine Vernetzungsbörse im Anschluss daran, möchten wir uns der Herausforderung stellen, die Bedarfe von Initiativen und Vereinen im Einsatz für LSBT*I*Q Geflüchtete sowie die Bedarfe und Erwartungen von LSBT*I*Q an Beratungs-,  Begleitungs- und Unterstützungsarbeit zusammenkommen zu lassen. Im Zentrum stehen dabei die Erfahrungen und das Wissen von LSBT*I*Q Geflüchteten, Migrant*innenselbstorganisationen (MSOs) sowie LSBT*I*Q Initiativen und Vereinen im Einsatz für LSBT*I*Q Geflüchtete.

In der weiteren Vernetzung relevanter Organisationen sowie durch den direkten Austausch mit Betroffenen möchten wir gemeinsam diskriminierungssensible und praxisnahe Ergebnisse und Konzepte im Hinblick auf die neuen Herausforderungen der Begleitungs- und Beratungsarbeit entwickeln und vermitteln.

Ziel ist es, ein nachhaltiges Netzwerk an relevanten Akteur*innen gemeinsam aufzubauen. Durch das Mapping und das Vernetzungstreffen soll es LSBT*I*Q Geflüchteten sowie Initiativen und Vereinen aus diesem Gebiet in Zukunft leichter fallen, sich in der bundesweit vielfältigen Beratungs- und Begleitungslandschaft zu Recht zu finden.

Bei inhaltlichen Fragen bitte direkt an die Projektkoordination wenden:
koordination@gladt.de

Die Teilnahme ist kostenlos.

Bitte anmelden.

Wann:
Donnerstag, 22. September 2016
9.00 – 19.00 Uhr

Wo:
Audimax, Alice Salomon Hochschule,
Alice-Salomon-Platz 5, 12627 Berlin

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